Ein Friedhof namens Jackentasche

Ein Friedhof namens Jackentasche

Die Altkleider-Container sind am Überlaufen, weil die Menschen zur Zeit produktiv sind. Ich habe ein kleines Kind, dementsprechend keine Zeit (und Lust) meinen überdimensionierten Kleiderschrank durchzugehen, aber ich will ja dennoch produktiv sein. Nach langem Überlegen habe ich nun ein Projekt gefunden: Meine Jackentaschen.

Komplett ausgebeult haben sie inzwischen das Gewicht eines 3 Jahre alten Kindes erreicht (auch wenn ich ehrlicherweise keine Ahnung habe wie schwer ein drei Jahre altes Kind ist, aber ich halte es für eine realistische Schätzung).

Das Problem mit Jackentaschen ist, dass die Dinge darin vorgeben wichtig zu sein. Beim halbjährlichen Entleeren fragte ich mich nun jedoch bloß, ob es mir noch gut geht. Oder auch einfach nur: WARUM??

1. Die Zeitstücke

Masken und Handschuhe ergeben im Kontext von 2020 Sinn, ansonsten würden Sorgen zu meiner Einnahmequelle aufkommen.

2. Die heiligen drei Könige der Neuzeit

Solange man über Schlüssel, Handy und Portemonnaie verfügt, scheint das Leben einigermaßen zu funktionieren und der Privilegienstatus scheint noch zu laufen.

3. Nicht Identifizierbares

War es ein Kaugummi, ein Brotklumpen, ein Taschentuch oder doch ein Haufen Vogelscheiße? Gut, man kann davon ausgehen, dass Letzteres nicht der Ursprung dieses weißen harten Klumpens ist. Dennoch fragt man sich, was jener Ball, der inzwischen übersät ist mit anderem Müll aus den Taschen, in seinem ersten Leben wohl war. Ein Mysterium, das leider niemals geklärt werden wird.

Back to Top